Praxis-Depesche 8/2008
Metastasierter Brustkrebs
Immuntherapie mit GcMAF beseitigt die Tumoren
Durch schrittweise Inkubation von gereinigtem Gc-Protein mit immobilisierter Betagalaktosidase und Sialidase entsteht GcMAF. Mit GcMAF behandelte Makrophagen sind in vitro tumorizid. Jetzt hat man die Wirksamkeit von GcMAF bei metastasiertem Brustkrebs an 16 Patientinnen geprüft, die wöchentlich 100 ng GcMAF erhielten. Mit zunehmender Therapiedauer stieg die MAF-Vorläufer-Aktivität des Gc-Proteins der Patientinnen, während gleichzeitig die Nagalase im Blut abnahm. Da die Nagalase-Aktivität proportional zur Tumorlast ist, untersuchte man den Verlauf der GcMAF-Therapie anhand der Nagalase-Aktivität als prognostischen Index. Nach 16 bis 22 GcMAF-Gaben lagen die eingangs erhöhten Enzymspiegel in einem Bereich, der dem von gesunden Kontrollen entspricht. Dies lässt auf eine Eradikation der Tumoren schließen. In mehr als vier Jahren der Nachsorge traten keine Rezidive auf. EH
Quelle:Yamamoto, N: Immunotherapy of metastatic breast cancer patients with vitamin D-binding protein-derived macrophage activating factor (GcMAF), Zeitschrift: INTERNATIONAL JOURNAL OF CANCER, Ausgabe: 122 (2008), Seiten: 461-467
Link zur Originalarbeit?! Seit fast 30 Jahren werden immunologische Therapien gegen Krebs erprobt, entweder in Form von Tumor-Vakzinen oder als monoklonale Antikörper. Eine Immunität gegen solche Vakzinen entwickelt sich nur, wenn Makrophagen aktiviert und Antigene „prozessiert“ werden, und auch monoklonale Antikörper brauchen Makrophagen-Aktivität.
Die neuen Erkenntnisse können ein entscheidender Schritt sein, diese Therapieform effektiver zu machen.
Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.
