Praxis-Depesche 5/2010

Atrophische Narben

Mit Laser Bindegewebe aufbauen

Nach Operationen oder Unfällen kommt es oft zu atrophischen, eingesunkenen Narben. Um den Zustand zu verbessern, wurden schon viele Methoden mit wechselndem Erfolg eingesetzt.

Der CO2-Laser wird vielfach an der Haut eingesetzt. Bei der üblichen Technik wird allerdings relativ viel Gewebe zerstört, weshalb die Heilungszeit ziemlich lang ist und Nebenwirkungen drohen.

Die Entwicklung der fraktionalen Photothermolyse brachte einen wesentlichen Fortschritt. Hier wird – ablativ oder nicht­ablativ – „pixelartig“ behandelt, sodass überall gesunde Hautbrücken zwischen den Läsionen stehen. Dieses Prinzip ist auch beim „ablativen fraktionalen Resurfacing“ (AFR) mittels CO2-Laser realisiert. In einem Hautzentrum in New York erprobte man es bei der Korrektur atrophischer Narben bei 15 Frauen (jeweils drei Sitzungen in Abständen von einem bis vier Monaten). Zwölf konnten für zwölf Monate nachverfolgt werden.

Die Therapie wurde gut vertragen. Nach sechs Monaten beurteilten Patientinnen und Untersucher die Haut­struktur aller Narben als gebessert. Die Bildanalyse ergab im Mittel eine Verminderung der maximalen Narbentiefe um 35,6%. Die AFR-Methode eignet sich für Narben an Gesicht und Körper (im letzteren Fall besser mit geringerer Behandlungsdichte, um die Erythembildung gering zu halten). WE

Quelle:Weiss, ET: Successful treatment of atrophic postoperative and traumatic scarring with carbon dioxide ablative fractional resurfacing: quantitative volumetric scar improvement, Zeitschrift: ARCHIVES OF DERMATOLOGY, Ausgabe: 146 (2010), Seiten: 133-140

Link zur Originalarbeit