Gyn-Depesche 4/2010

Ektope Schwangerschaft

Vereinfachte Methotrexat-Therapie

Eine ektope Gravidität wird mit MTX behandelt. Die Wirkung der Einmaldosis muss kontrolliert werden, um zu entscheiden, ob eine zweite Dosis nötig ist.

Nach dem Original-Protokoll misst man am Behandlungstag so­wie an Tag 4 und 7 das β-HCG im Serum. Es sollte zwischen zweiter und dritter Messung um mindestens 15% zurückgehen. Nach einer Metaanalyse benötigten bei einem solchen Vorgehen 14,5% der Frauen eine weitere MTX-Dosis.

US-Gynäkologen analysierten retrospektiv die Daten von 187 Frauen, die sich einer solchen Therapie unterzogen hatten. Für eine alternative Vorgehensweise definierten sie als Erfolg der MTX-Verabreichung, wenn die Patientin klinisch stabil war und das β-HCG an Tag 7 um mindestens 50% gegenüber dem Wert von Tag 1 gefallen war. Im Vergleich zum konventionellen Regime wies eine solche Beurteilung bei einem Ausgangs-β-HCG von unter 2000 mU/ml eine Sensitivität von 100% und eine Spezifität von 57,4% für die Notwendigkeit einer zweiten MTX-Gabe auf.

Die Autoren sehen dieses Konzept, das eine Blutabnahme einspart, als empfehlenswerte Alternative zum Original-Protokoll an. Allerdings bekommen damit et­was mehr Frauen eine zweite MTX-Dosis .WE

Quelle:Thurman, AR: An alternative monitoring protocol for single-dose methotrexate therapy in ectopic pregnancy., Zeitschrift: AMERICAN JOURNAL OF OBSTETRICS AND GYNECOLOGY, Ausgabe: 202 (2010), Seiten: 139.e1-6

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