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Typ-2-Diabetes

Wenn Metformin nicht ausreicht ...

Für die meisten Typ-2-Diabetiker gilt heute Metformin unter den oralen Anti­diabetika als Mittel der ersten Wahl. Wenn die Krankheit fortschreitet, muss man die Therapie intensivieren.

Amerikanische Diabetologen versuchten zu klären, welche zeitgenössischen Arzneimittel für diesen Zweck am besten abschneiden. 27 randomisiert-kontrollierte Studien wurden ausgewertet. Die Therapie musste mindestens drei Monate dauern, die Metformin-Dosis musste ausgereizt sein.

Beim HbA1c schnitten alle Substanzklassen ähnlich ab (Reduktion um 0,64 bis 0,87 Prozentpunkte). Unter Thiazolidindionen (Glitazonen), Sulfonylharnstoffen und Gliniden kam es zu einer Gewichtszunahme zwischen 1,77 und 2,08 kg. Unter GLP-1-Analoga (Glu­tiden), α-Glukosidasehemmern (z. B. Acarbose) und DPP-4-Hem­mern (Gliptinen) registrierte man eine Gewichtsabnahme oder gleichbleibendes Gewicht. Gabe von Sulfonylharnstoffen oder Gliniden führte im Vergleich zu Plazebo häufiger zum Auftreten von Hypoglyk­ämien.

Da Gewichtszunahme das kardiovasku­läre Risiko von Diabetikern weiter steigert, raten die Autoren, bei der Wahl des zweiten Antidiabetikums auch dieses Merkmal der verfügbaren Nicht-Insulin-Substanzen in Betracht zu ziehen. WE

Phung OJ et al.: Effect of noninsulin antidiabetic drugs added to metformin therapy on glycemic control, weight gain, and hypoglycemia in type 2 diabetes. JAMA 303 (2010) 1410-1418

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