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Menopause

Nadeln kühlt bei Hitzewallungen ab

Postmenopausale Frauen leiden oft erheblich unter Hitzewallungen, manchmal verbunden mit Schweißausbrüchen. Was hat die komplementäre Medizin gegen dieses Problem zu bieten?

Die wirksamste Maßnahme gegen Hitzewallungen ist eine Hormonersatztherapie. Nachdem diese aber mit einem erhöhten Brustkrebs- und kardiovaskulären Risiko in Verbindung gebracht wurde, ging ihre Akzeptanz stark zurück. ZNS-wirksame Sub-stanzen wie SSRI, SNRI, Clonidin oder Gabapentin sind effektiv, aber ihr Einsatz wird durch Kosten und Nebenwirkungen limitiert. Für frei verkäufliche Mittel wie Isoflavone ist die Datenlage bisher wenig überzeugend.

In Norwegen ist Akupunktur die beliebtes­-te komplementärmedizinische Methode. Dort prüfte man jetzt auch ihren Nutzen gegen Hitzewallungen in einer multizentrischen randomisierten Studie. Von rund 400 Frauen erhielt die Hälfte diese Intervention (zehn Sitzungen), die andere Hälfte diente zum Vergleich. Alle konnten zusätzliche lindernde Maßnahmen anwenden.

Nach zwölf Wochen war unter Akupunktur die Häufigkeit von Hitzewallungen signifikant stärker zurückgegangen als ohne (um 5,8 versus 3,7 Episoden pro 24 h). Auch die Intensität hatte deutlicher abgenommen. Gemäß einem Fragebogen besserte Akupunktur neben vasomotorischen Symptomen auch Schlaf und andere somatische Parameter. Die Ausscheidung von Calcitonin-Gen-related-Peptid (das als Mediator der Hitzewallungen im Gespräch ist) veränderte sich in beiden Gruppen nicht. WE

Borud EK et al.: Acupuncture on hot flushes among menopausal women (ACUFLASH) study, a randomized controlled trial. Menopause 16 (2009) 484-493

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