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Adenomyose

Die Krankheit ist keine

Obwohl die Adenomyose mit verschiedenen Beschwerden der Frau in Verbindung gebracht und oft als Indikation für eine Hysterektomie gesehen wird, gibt es Zweifel an dieser Einschätzung.

Diese Veränderung besteht in Drüsen und Stroma von Endometrium, die es in die Uteruswand verschlagen hat. Damit verbunden sind Hyperplasie und Hypertrophie des Myometriums; der Uterus ist vergrößert. Nach der Literatur ist die Ade­nomyose mit Beckenschmerzen und irregu­lä­ren Blutungen verbunden. Die exakte Diag­nose wird histologisch (nach Hysterektomie) gestellt; zunehmend identifiziert man sie aber auch präoperativ mittels MRI. Über die Häufigkeit der Ade­no­myose gibt es stark divergierende Angaben. Angeblich kommt sie vermehrt zusammen mit Myomen und Endometriose vor.

Alle diese Daten waren US-Forschern nicht überzeugend genug. Sie überprüften sie anhand von 137 Frauen nahe der Menopause, die hysterektomiert worden waren.

Eine Adenomyose fand sich in 48% der Fälle. Die Häufigkeit von Symptomen und Beschwerden war bei Frauen mit und ohne Adenomyose nicht verschieden. Auch eine Korrelation mit Myomen, Endometriose, abnormen Blutungen und Beckenschmerz bei Frauen mit Myomen konn­te nicht nachgewiesen werden.

Die Autoren folgern, dass die Adenomyo­se ein häufiger Befund bei Frauen im menopausalen Übergang ist – ein Zufallsbefund. Man kann ihn nicht in Verbindung mit irgendwelchen Beschwerden bringen. Es handelt sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine Normvariante. Über ihre Ätiologie weiß man nichts, aber angesichts der Tatsache, dass kein Handlungsbedarf besteht, ist das nicht weiter tragisch. WE

Weiss G et al.: Adenomyosis a variant, not a dis­ease? Evidence from hysterectomized menopausal women in the Study of Women’s Health Across the Nation (SWAN). Fertil Steril 91 (2009) 210-206

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